Übermensch

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Wo der Über-Mensch ist, ist der Unter-Mensch nicht weit!

Sollte man glauben! Ist aber nicht so!

Gott

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Ich habe keine Berührungsängste mit Gott!

Kosmisches Drama

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DIE SONNE:
 

Oh, meine lieben Kinder! So weit von mir entfernt müsst ihr eure Kreise ziehen! Ihr, die mein Schoß gebar.
Eure Bahnen sind euch vorbestimmt.
Hört ihr meine Stimme? Hört ihr den Sphärenklang?
Ich singe euch ein Lied:

Einst war eine Zeit, da wart ihr alle ein Teil von mir. Wir waren alle zusamen, wie eine große Familie.
Aber dann musstet ihr in die Weiten des Kosmos hinaus, eure Bahnen ziehen. Und seither sind wir voneinander getrennt.
Ich würde euch alle gerne wieder einmal sehen, meine Lieben, und lade euch zu einem Familienfest!

Auftretende:

DIE SONNE, Merkur, die Venus, die Erde, der Mars, der Jupiter, der Saturn, der Uranus, der Neptun & der Pluto.

Merkur: (Sich vor der Sonne, die auf ihrem Thron sitzt, verneigend)

Oh, gebe Gott, dass Eure Majestät die Sonne, noch viele Jahre sieht, und auch das Treiben der Kinder noch miterleben kann! Es ist so schön, sie alle wieder mal zu sehn!
Aus diesem Grunde meld ich nun gehorsamst, die Ankunft der Venus!

Venus tritt auf: (sich ebenfalls vor der Sonne verneigend)

Oh lieber Vater! Lange schon ist's her, dass wir uns sah'n, zuletzt. Doch meine Pflichten und dann die Entfernung, Du weißt!

DIE SONNE: 's ist schon gut, meine hübsche Tochter. Doch nun erzähl', wie geht's dem Kind, dem Mann? Sind beide wohl?

Venus: Danke, Vater; es geht uns gut, wir haben nicht zu klagen. Das Kind gedeiht, zu unsrer Freude, und auch zu Deiner.

DIE SONNE: Das ist schön, mein Kind.
Nun seh ich grad, auch deine liebe Schwester, die Erde, ist schon da!
(Auftritt der Erde)
O, du meine fruchtbare Tochter! Dein blaues Schimmern seh ich immer wieder gern, und was sich in deinen Weltmeeren tummelt und an Land empor gestiegen ist, das erfreut mein Herz jeden Tag auf's neue.
Du hast den Abstand zu mir klug gewählt, sodass es nicht zu kalt und nicht zu heiß!

Die Erde: Ja, Vater; Du sorgst Dich auch um mich. Durch Dein helles Strahlen, strebt bei mir alles zu Dir empor. Du sollst auch Deine Freude daran haben.

(Der Mars drückt sich, in Rüstung, herein)

DIE SONNE: Wen seh ich da, mein Freund, du kriegerischer Geselle! Nicht einmal nur musst ich mitansehen, wie du deine Hand selbst gegen mich erhoben hast! Du kannst nur froh sein, bei deinem Treiben, dass ich so manches Auge zudrück, und dein Gebaren der Konstellation zuschreiben muss.

Der Mars: 's liegt wohl in meinem Wesen, dass ich das Schwert erheben muss. Und auch die Lanze ist mir nicht fremd. Heißt's nicht, der Krieg sei der Vater aller Dinge?
Erst im Kampf komm ich zu mir und dring ich vor, zum Ziel!
Wo ist die nächste Scheide, für mein Schwert?

(Jupiter tritt auf)

DIE SONNE: Freund Jupiter, mein hübscher Jüngling! Schön, auch dich wieder mal zu sehn! Du weißt, mein Herz ist dir sehr zugetan.
Doch selten lässt du dich nur blicken, und mich deiner Anmut teilhaft werden!

Jupiter: Ja, selbst bedaure ich's, dass so selten wir uns nur sehen! Ich will mich bessern, und nun öfter vor Deinem Angesicht erscheinen und mich zeigen!

DIE SONNE: Das ist schön, mein Lieber!

(Saturnia tänzelt selbstvergessen und sich um die eigene Achse drehend, auf die Bühne)

DIE SONNE: Saturnia, meine Liebe! Mit Ringen reich geschmückt! Einst war'n wir uns so nah, und nun so fern, was ich sehr bedaure!
Ich hoff doch, auch wo du nun deine Kreise ziehst, lässt sich's gut leben?

Saturnia: Ach, weißt Du, Vater; 's ist hier, wie dort. Natürlich ist man in der Fremde. Doch auch das hat wohl seinen Reiz.
Jedoch manchmal, das Heimweh ist schon stark.
Was sollt ich hier, bei Dir? Muss wohl weiter meine Kreise in der Ferne ziehn?

(Uranus, in etwas ausgefallener Kleidung, tritt auf und sieht etwas skeptisch in die Runde)

Uranus: Ja, ja; ihr alle habt gut lachen. Derweil ich mich so recht und schlecht durch's Leben schlag. 's war nicht gerade viel, was Du mir so auf den Weg mit gabst, mein Vater.
Jedoch, ich will das Beste daraus machen, und lass mich nicht verzagen.

DIE SONNE: Das ist klug, mein Kind. Du bist mir nicht weniger lieb, als all die andern!

(Neptunia fährt in einer goldenen Kutsche vor)

DIE SONNE: Neptunia, du meine stolze Tochter! Du hast dein Wesen gut bestellt! Geld, Glück und Kinder sind dir hold! Und auch dein Mann genießt viel Ansehn!

Neptunia: Ach Vater, bedenk doch; Allein beim Glanz der Sonne, ist's doch wohl recht bescheiden, was ich mit Müh und Glück errungen hab. Ich will nicht klagen. Allein, ganz zufrieden ist man nie. Die Kinder und wir selber wohl, ist doch das Schönste.

(Pluto schleppt sich herein und macht ein paar komische Faxen. Es fröstelt ihn offenbar.)

Pluto: O, Vater; kaum noch erreicht mich Dein wärmend Strahl, so bin ich in der Ferne. Weiß gar nicht recht, ob ich noch hier zuhause bin. Jedoch, 's ist schön Dich und all die andern, auch wieder mal zu seh'n, und eure Wärme zu genießen. Und auch die Unterredung schätz ich sehr.
's ist auch schon wieder lange her, dass wir uns sahen. Ich hoff´, in Zukunft wieder öfter?

DIE SONNE: So soll es sein, meine lieben Kinder! Doch nun nehmt eure Plätze ein, und genießt das Mahl. Es soll uns an nichts fehlen!
Zum Plaudern gibt es noch genug, und ich freu mich schon auf anregende Gespräche.
Der Festschmaus ist eröffnet!

Karte/n

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Ich spiel ja eigentlich mit offenen Karten!

Das Blatt, das man hat, das hat man!

Überwindung des Christentums

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Die konsequenteste Überwindung des Christentums ist natürlich eine neue Zeitrechnung!

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